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Verbesserungsvorschläge abgeschmettert
Gegen Wohnbebauung in Mono-Kultur auf ehemaligem Fella-Gelände

Auf dem ehemaligen Fella-Gelände soll ein neues großes Wohngebiet entstehen, das vorrangig mit kostengünstigen Einfamilienhäusern für junge Familien geplant ist. Soweit kann auch die SPD-Fraktion diese Planung unterstützen, sie sieht aber auch die Probleme dieses Gebiets und hat deshalb Änderungsvorschläge eingebracht.

Als erstes beantragte Marktgemeinderat Lothar Trapp im Namen der SPD-Fraktion, dass das gesamte Gebiet keine Mono-Kultur nur aus Einfamilienreihenhäusern erhalten solle, sondern auch Platz für andere Wohnformen und weitere Zielgruppen bieten solle, beispielsweise auch Senioren sollten dort geeigneten Wohnraum erwerben können. Der überwiegende Teil könne für junge Familien konzipiert werden, um in Feucht eine ausgewogene demographische Entwicklung zu fördern. Leider fand dieser Antrag keine Mehrheit

Das Gelände ist nicht unproblematisch gelegen. Im Westen grenzt das Sportgelände des TSV an, im Süden liegen Nordentlastung, S-Bahn und Excella und im Osten die neue Fella und das Tierheim. Wichtig für die SPD-Fraktion ist insbesondere den Bestand und die Weiterentwicklung von TSV und Fella zu gewährleisten, an die die geplante Wohnbebauung nahe heranrückt. Deshalb beantragte die SPD-Fraktion die nordöstliche Ecke des Geländes als Gewerbegebiet zu belassen, um einen Puffer zum Tierheim zu erhalten und der Fella Entwicklungsmöglichkeiten zu belassen, auch wenn kurzfristig kein Bedarf bestehe. Auch dies fand keine Unterstützung in den Gremien.

Ein weiterer Antrag beschäftigte sich mit der geplanten Ausweisung eines Sondernutzungsgebiets für einen Lebensmittelnahversorger. Im Namen der SPD-Fraktion machte Marktgemeinderat Lothar Trapp deutlich, dass hier nur ein wirklicher Nahversorger für dieses Gebiete angesiedelt werden dürfe. Auswirkungen auf die Geschäftsstruktur im gerade neu sanierten Ortskern seien unbedingt zu vermeiden. Platz für einen weiteren Supermarkt in Steinwurfentfernung vom bestehenden Edeka-Markt sei kontraproduktiv. Auch sei das Areal viel zu groß bemessen, so dass die SPD-Fraktion befürchte, dass sich dann großflächiger Handel nicht verhindern lasse, der viel Kaufkraft aus dem Ortskern abziehe und die Geschäfte dort in Schwierigkeiten bringen könne. Marktgemeinderat und Rechtsanwalt Michael Schwarz bezweifelte stark, dass über die Ausweisung als Sondernutzungsgebiet die dort anzusiedelnden Firmen wirklich auf die Nahversorgung eingeschränkt werden könnten und sprach sich gegen die Ausweisung eines Sondernutzungsgebiets aus.

Da die Mehrheit in Bauausschuss und Marktgemeinderat alle Änderungsvorschläge der SPD-Fraktion ablehnte, stimmte die SPD-Fraktion aus logischer Konsequenz gegen die Aufstellung des Bebauungsplans mit den unveränderten Zielsetzungen.

Lothar Trapp