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Die folgenden Einwendungen der SPD-Fraktion
gegen die Änderung des Flächennutzungsplans und gegen den
Bebauungsplan "Am Reichswald" sollen die Qualität des
Bebauungsplans und damit die Wohnqualität der Feuchter Neubürger
verbessern
Die SPD-Fraktion unterstützt die Nutzung
des ehemaligen Fella-Geländes zur Wohnbebauung mit dem Ziel hier
günstigen Wohnraum insbesondere für junge Familien zu schaffen.
Der Verzicht auf einen Supermarkt war richtig und notwendig.
Im Namen der SPD-Fraktion erhebe ich die
folgenden Einwände gegen den Bebauungsplan 48: „Am Reichswald“:
1. Die nordöstliche Ecke des
Planungsgebiets (siehe Skizze) soll im Bebauungsplan so
dargestellt werden, dass dort
-
keine Wohnbebauung erfolgt,
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dort der das außerhalb des Planungsgebiets vorgesehene
„Waldspielplatz“ sowie ein Bolzplatz im Süden dieses Bereichs
aufgenommen wird und
-
die Straßenführung zur Fellastraße am nördlichen Rand des
Fella-Geländes verläuft.

Dieser Einwendung erfolgt aus folgenden
Gründen:
Durch herannahende Wohnbebauung wird der
Bestand bzw. eine maßvolle Weiterentwicklung des Tierheims
gefährdet. Durch Abrücken der Wohnbebauung wird dies vermindert.
Der für größere Kinder und Jungendliche
vorgesehene Spiel- und Bolzplatz wird in das Planungsgebiet
integriert.
Die Riegelbebauung kann westwärts in
Richtung Schwarzwasser verschoben werden.
Die Straßenführung zur Fellastraße wird
stark verkürzt. Der Ausbau der Fellastraße kann ebenfalls
verkürzt werden. Dies vermindert die Kosten der Erschließung.
2. Der Fa. Fella muss neben dem Bestandsschutz eine maßvolle
Weiterentwicklung gewährt werden. Die heran nahend3 Wohnbebauung
darf nicht dazu führen, dass eine Anpassung an
Marktgegebenheiten und eine wirtschaftliche Betriebsführung auf
dem vorhandenen Gelände verhindert werden. Die zu befürchtende
Konsequenz wäre andernfalls eine Verlagerung des Fella-Standorts
weg von Feucht.
3. Die Innenbereiche der Wohnbebauung (innerhalb der
Riegelbebauung) sind aufgelockerter zu planen. Häuserreihen sind
spätestens nach drei Wohneinheiten um mindestens 2m zu versetzen
oder zu trennen. Reihen größer als sechs Wohneinheiten sind zu
trennen. Die bestehende Planung ist sehr eng und extrem
gleichförmig, so dass sie lagerartig wirkt. Die vorgeschlagenen
Änderungen sollen hier zum Teil Abhilfe schaffen.
4. Die Riegelbebauung ist aufzulockern, indem vorgeschrieben
wird, die Häuser wie im Innenbereich zu versetzen oder durch
unterschiedliche Höhenentwicklung zum Innenbereich hin eine
gleichförmige Reihung zu vermeiden. Bei Nutzung der
unterschiedlichen Höhenentwicklung hat dies alle zwei
Wohneinheiten zu erfolgen.
5. Die Straßenführung im Innenbereich ist weniger gradlinig zu
gestalten. Diese zu geraden Straßen werden zu erhöhten
Fahrgeschwindigkeiten führen, die gearde im Hinblick auf junge
Familien mit vielen Kindern nicht akzeptabel sind.
6. Die Dächer der Häuser sind so auszurichten bzw. eine Dachform
zu wählen, dass Solarnutzung wirtschaftlich möglich ist.
Satteldächer sind südlich auszurichten. wo dies nicht möglich
ist, sind Pultdächer vorzusehen.
Solarnutzung stellt eine wesentliches Mittel zur nachhaltigen
Energieerzeugung und Verminderung des CO2-Ausstoßes dar. In
einer Marktgemeinde, die sich in Sachen Umweltschutz gerne als
Vorreiter sieht, ist Solarnutzung insbesondere bei allen
Neubauten zu ermöglichen.
7. Satteldächer sind immer rottonig auszuführen. Dies entspricht
dem heutigen Wohnbild in Feucht.
8. Um zu vermeiden dass (wie im PinderPark geschehen) jedes Haus
eine eigene Satelitenantenne anbringt, sind
Gemeinschaftsantennen mindestens für jede Häuserzeile
vorzusehen.
9. Spielplätze für jüngere Kinder sind innerhalb der
Wohnbebauung anzulegen. Mindestens ein Spielplatz alle zwei
Wohnquartiere ist vorzusehen. Die Wohnbebauung soll sich
vorrangig an junge Familien mit Kindern richten, da ist es nicht
hinnehmbar, dass zu wenig Spielmöglichkeiten geplant sind.
10. Eine „Mitte“ ist innerhalb der Wohnbebauung auszubilden.
Diese soll mindestens einen Spielplatz und einen Treffpunkt für
Erwachsene bieten. Ein Tagescafe mit Gartenbetrieb wäre hier
eine gute Ergänzung.
Lothar Trapp |