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Die diesjährige
Dreikönigswanderung ging nach Henfenfeld. Ein Rundgang durch den Ort
mit Bürgermeister Gerhard Kubek und ein Spaziergang nach Hersbruck
standen auf dem Programm.
Am
Haltepunkt Henfenfeld der S-Bahn wurden die Feuchter Genossen und
ihre Gäste vom SPD-Bürgermeister Gerhard Kubek schon erwartet. Er
führte sie durch den Ort und wusste viel zur Geschichte des Orts und
zu den einzelnen Gebäuden aus erster Hand zu berichten.
Das Gebiet um Henfenfeld gehört zu einem
sehr alten Siedlungsgebiet. Es wurden hier Bronzenadeln, Ringe, und
Gebrauchsgegenstände gefunden, die auf die die späte Bronzezeit um
1200 v. Chr. datiert wurden. Leider können sie nicht im Ort
besichtigt werden, sondern liegen im Germanischen Nationalmuseum in
Nürnberg.
1059 wurde Henfenfeld erstmals urkundlich
erwähnt und Henfenfeld feierte dies 2009. Der Name Henfenfeld geht
auf den Anbau von Hanf, also eigentlich Hanffeld, zurück, und nicht
wie der Volksmund meint auf Hennenfeld.

Überragt wird Henfenfeld vom Schloss,
dass eine wechselvolle Geschichte erleben musste. Grundbesitz,
Gerichtsbarkeit und Kirchenpatronat lagen in den Händen der
Schlossherren. Edelfreien des 11. Jahrhunderts folgten Lehnsleute
des Bamberger Bischofs, später erwarb Hartung von Egloffstein das
Schloss. 1530 kam die Nürnberger Patrizierfamilie Pfinzing, die sich
fortan "von Henfenfeld" nannte. In der Neuzeit war es Bildungsstätte
der Bahn und Aussiedlerunterkunft, und jetzt ist es
Internationale Opern- und
Konzertakademie der Familie Rohrwasser und dient auch als
Veranstaltungsort.
Heute
hat Henfenfeld etwas über 1900 Einwohner und betriebt mit dem
evangelischen Diakonieverein zwei Kindergärten.
Die Gäste konnten sich überzeugen,
dass Henfenfeld ein attraktiver Ort ist und auch mit Wanderwegen und
als Station am Fünf-Flüsse-Radweg touristisch etwas zu bieten hat.
Zum
Mittagessen fand man sich im "Zum Wirtshaus" ein, der im ältesten
Ortsteil liegt, dem Feiling, der schon im 7. Jahrhundert n. Chr.
entstand. Nach der Mittagspause sollte es durch das Pegnitztal nach
Hersbruck gehen. Da der Pegnitzgrund teilweise überschwemmt war,
wurde eine Alternative über Altensittenbach gewählt. In Hersbruck
ließen die meisten die Veranstaltung mit einer Tasse Kaffee und
einem Stück Kuchen im Stadtcafe in Hersbruck ausklingen, bevor sich
die Teilnehmer meist wieder mit der Bahn auf den Nachhauseweg
machten.
Lothar Trapp |