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Zuletzt geändert am
09.01.2012


Die diesjährige Dreikönigswanderung ging nach Henfenfeld. Ein Rundgang durch den Ort mit Bürgermeister Gerhard Kubek und ein Spaziergang nach Hersbruck standen auf dem Programm.

Am Haltepunkt Henfenfeld der S-Bahn wurden die Feuchter Genossen und ihre Gäste vom SPD-Bürgermeister Gerhard Kubek schon erwartet. Er führte sie durch den Ort und wusste viel zur Geschichte des Orts und zu den einzelnen Gebäuden aus erster Hand zu berichten.

Das Gebiet um Henfenfeld gehört zu einem sehr alten Siedlungsgebiet. Es wurden hier Bronzenadeln, Ringe, und Gebrauchsgegenstände gefunden, die auf die die späte Bronzezeit um 1200 v. Chr. datiert wurden. Leider können sie nicht im Ort besichtigt werden, sondern liegen im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.

1059 wurde Henfenfeld erstmals urkundlich erwähnt und Henfenfeld feierte dies 2009. Der Name Henfenfeld geht auf den Anbau von Hanf, also eigentlich Hanffeld, zurück, und nicht wie der Volksmund meint auf Hennenfeld.

Überragt wird Henfenfeld vom Schloss, dass eine wechselvolle Geschichte erleben musste. Grundbesitz, Gerichtsbarkeit und Kirchenpatronat lagen in den Händen der Schlossherren. Edelfreien des 11. Jahrhunderts folgten Lehnsleute des Bamberger Bischofs, später erwarb Hartung von Egloffstein das Schloss. 1530 kam die Nürnberger Patrizierfamilie Pfinzing, die sich fortan "von Henfenfeld" nannte. In der Neuzeit war es Bildungsstätte der Bahn und Aussiedlerunterkunft, und jetzt ist es Internationale Opern- und Konzertakademie der Familie Rohrwasser und dient auch als Veranstaltungsort.

Heute hat Henfenfeld etwas über 1900 Einwohner und betriebt mit dem evangelischen Diakonieverein zwei Kindergärten. Die Gäste konnten sich überzeugen, dass Henfenfeld ein attraktiver Ort ist und auch mit Wanderwegen und als Station am Fünf-Flüsse-Radweg touristisch etwas zu bieten hat.

Zum Mittagessen fand man sich im "Zum Wirtshaus" ein, der im ältesten Ortsteil liegt, dem Feiling, der schon im 7. Jahrhundert n. Chr. entstand. Nach der Mittagspause sollte es durch das Pegnitztal nach Hersbruck gehen. Da der Pegnitzgrund teilweise überschwemmt war, wurde eine Alternative über Altensittenbach gewählt. In Hersbruck ließen die meisten die Veranstaltung mit einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen im Stadtcafe in Hersbruck ausklingen, bevor sich die Teilnehmer meist wieder mit der Bahn auf den Nachhauseweg machten.

Lothar Trapp