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Geplante Bebauung der ehemaligen Fella darf Excella nicht gefährden
Besuch der SPD-Fraktion und MdL Angelika Weikert bei Excella


Auf Einladung der Geschäftsleitung statteten die SPD-Landtagsabgeordnete Angelika Weikert und Mitglieder der Gemeinderatsfraktion der Feuchter SPD der Firma Excella in Feucht einen Informationsbesuch ab. Dr. Peter Mörsdorf, Dr. Michael Tschöpe und Klaus Eichelsdörfer gaben ihren Gästen einen umfassenden Einblick in das Geschäftsfeld des Unternehmens, seine Arbeitnehmerschaft, die Investitionen in den letzten zehn Jahren und über die Zukunftsvorstellungen am Standort Feucht.

Excella, ein Unternehmen der französischen Fareva-Gruppe, ist spezialisiert auf  die Entwicklung und Herstellung von Arzneiwirkstoffen und Fertigarzneimittel im Kundenauftrag für mehr als 200 Abnehmer weltweit. Die Produkte (72 Wirkstoffe und mehr als 500 unterschiedliche Fertigprodukte) werden im Kampf gegen schwerwiegende bzw. seltene Erkrankungen eingesetzt. Zur Verwirklichung der Unternehmensziele arbeiten in Feucht derzeit 400 gegenüber 288 im Jahr 2000, von denen 75 über einen akademischen Abschluss verfügen.

Erfreut nahmen MdL Angelika Weikert, Mitglied im Landtagsausschuss für Familie und Arbeit, Inge Jabs, Fraktionsvorsitzende, Petra Fischer, Gerlinde Kotzur und Michael Schwarz zur Kenntnis, dass Excella sein Angebot an Ausbildungsplätzen von 11 im Jahr 2000 auf inzwischen 22 gesteigert hat und dass diese Zahl auch in Zukunft gehalten werden soll. Außerdem haben die  Auszubildenden die sichere Chance, nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen zu werden. Befristete Arbeitsverhältnisse oder gar Leiharbeitskräfte stellen bei Excella die absolute Ausnahme dar, was die Gäste ausdrücklich begrüßten. 

Beeindrucken konnten die Vertreter der Geschäftsleitung von Excella auch mit den Zahlen zur Entwicklung der Investitionen in Feucht. Planerische Basis für die Bauvorhaben seit 2000 mit einem Volumen von insgesamt von 47 Millionen Euro sei der in den 90er Jahren auf den Weg gebrachte Bebauungsplan für das Betriebsgelände. Er habe Excella eine gesicherte Rechtsposition eingeräumt und zu einem guten Miteinander zwischen dem Unternehmen und der benachbarten Wohnbebauung geführt, das auch nicht darunter leide, dass Excella den Regelungen der Störfallverordnung unterliege. Bemerkenswert sei auch der Umfang der jährlichen Ausgaben des Unternehmens für den Erhaltungsaufwand von 6 Mio € im Jahr, die in weitem Umfang den hiesigen Betrieben zugute  kommen.

Vor diesem Hintergrund waren die Gäste natürlich gespannt, wie sich Excella die Zukunft  des Standorts Feucht vorstellt. Nach dem derzeitigen Entwicklungsplan des Unternehmens sind bis 2022 weitere 53 Mio € an Investitionen in Neubauten vorgesehen und im folgenden Jahrzehnt bis 2030 noch einmal 10 Mio €. Der vorhandene Bebauungsplan eröffnet alle Möglichkeiten für die geplante positive Weiterentwicklung.

Natürlich war es auch ein Anliegen der Gastgeber und der Fraktion über den im Aufstellungsverfahren befindlichen Bebauungsplan „Am Reichswald zu sprechen; der nach den Vorstellungen des Grundstückseigentümers auf dem ehemaligen Fella-Gelände eine Wohnbebauung ermöglichen soll. Die Vertreter der Geschäftsleitung von Excella verfolgen das Vorhaben mit Interesse und erwarten nach ihrem Bekunden, dass damit keine Einschränkungen des Unternehmens und seiner Entwicklung verbunden sind. Vielmehr müsse der Bebauungsplan „Am Reichswald“ von der Existenz von Excella ausgehen und in seinen Festlegungen die Entwicklung des Unternehmens nicht gefährden. Diese Erwartung der Vertreter der Geschäftsleitung von Excella stieß auf die ungeteilte Zustimmung der SPD-Politiker.

Der SPD-Fraktion im Gemeinderat sei es von Anfang an wichtig gewesen, dass Veränderungen auf dem ehemaligen Fella-Gelände die Nachbarn „neue Fella“, Tierheim, TSV 04  und Excella weder in ihrem derzeitigen Bestand noch in der zukünftigen Entwicklung beeinträchtigen. Die mit dem Bebauungsplan „Am Reichswald“ angestrebte Wohnbebauung dürfe nicht gegen die bereits vorhandenen Arbeitsplätze in der neuen Fella und bei Excella ausgespielt werden, die auf eine lange Vergangenheit zurückblicken und auf eine gesicherte Rechtsposition vertrauen könnten. Diese Auffassung werde die SPD auch im weiteren Verfahren mit Nachdruck vertreten.

Inge Jabs