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Feuchter SPD fordert Nachbesserungen
Planung für das ehemalige Fella-Gelände noch mangelhaft

Wie geht´s weiter mit der Nutzung des ehemaligen Fella-Geländes? Diese Frage ist auch nach dem neuesten Entwurf des Bebauungsplanes „Am Reichswald“ noch immer offen.

Wegen der Lage zwischen den Sportanlagen des TSV 04 Feucht, der neuen Fella, dem Tierheim und der S-Bahnlinie nach Altdorf hat die Feuchter SPD nicht zuletzt wegen der Lärmbelastung von Anfang an Bedenken gegen die Nutzung als Flächen für den Wohnbau erhoben. Darin sieht sie sich jetzt bestätigt. Mit der Verringerung der Flächen für eine Wohnbebauung hat offensichtlich auch der Investor erkannt, dass seine Vorstellungen weit überzogen waren. Der jetzt vorliegende Planentwurf nimmt auf die Interessen der neuen Fella die erforderliche Rücksicht. Die von der SPD geforderten Erweiterungsmöglichkeiten für die neue Fella scheinen gesichert. Ein Verdienst des Bürgermeisters, bzw. der CSU liegt darin jedoch nicht. Die Situation für das Tierheim hat sich gegenüber den ersten Vorüberlegungen und Entwürfen des Investors verbessert. Ob das ausreichend ist, werden die Fachbehörden zu prüfen haben.

Die jetzt vorgesehenen Änderungen gegenüber den älteren Entwürfen ermöglichen jedoch keine Zustimmung zum derzeitigen Entwurf des Bebauungsplans. Es kann nicht sein, dass ein Investor mit völlig überzogenen Vorstellungen über die Dichte der Bebauung in das Verfahren geht, um dann bei Widerstand zwar die für die Bebauung gedachte Fläche verringert, aber an der überzogenen Dichte nichts verändert. Es ist zu befürchten, dass für junge Familien ein lagerartiges Wohngebiet  entsteht.

Die vorgesehene Bebauung ist extrem dicht. Sehr viele, sehr lange Reihenhausreihen lassen die Bebauung eintönig werden. Wie dies aussieht kann man im neuen Teil des PinderParks in Zirndorf „bewundern“, der vom selben Investor bebaut wird. Wir wollen die im Bebauungsplan enthaltene Verpflichtung konsequent umgesetzt haben, dass keine Hausreihe länger als 50 Meter wird. Zudem sollen solche Reihen durch Versetzen der Hauskanten aufgelockert werden. Auch die wegen der notwendigen Lärmabschirmung geplante Riegelbebauung im Westen und Osten soll unter Beibehaltung der äußeren Abschirmkante nach innen hin abgestuft werden, um keine extrem geschlossene Front zu erzeugen.

Ein Unding ist, dass in einem Wohngebiet, dass vorrangig für junge Familien mit kleinen Kindern geplant ist, kein entsprechender Spielplatz innerhalb des Wohngebiet vorgesehen ist. Der geplante Waldspielplatz ist dafür kein Ersatz, da er von den Jüngsten nur in Begleitung aufgesucht werden kann.

Auf die ortsunüblichen, grauen Satteldächer wurde nun auf unsere Anregung hin verzichtet. Wir verlangen weiterhin, dass die Häuser mit ihren Dächern so ausgerichtet werden, dass Solarnutzung (Wärme oder Photovoltaik) möglich wird. Die Möglichkeit Pultdächer zu verwenden, gibt hierfür die nötige Flexibilität.

Abgelehnt wird von der SPD die übermäßige Ausweisung des Waldes im Westen als Grünfläche für Spiel und Sport. Sie geht weit über das erforderliche Maß für den geplanten Waldspielplatz und die jetzt geplanten Sportflächen hinaus.

Die weiterhin bestehenden Schwierigkeiten hätten vermieden werden können, wenn sich der Bürgermeister die Mühe gemacht hätte, für das gewachsene Gewerbegebiet Interessenten für eine gewerbliche Nutzung zu suchen. Stattdessen ist er geradezu euphorisch auf die Überlegungen eines Investors gesprungen, ohne die Interessen des Markts Feucht und der benachbarten Grundstücksnutzer Fella und Tierheim zu beachten. Die hätten besser zur Geltung gebracht werden können, wenn die Mehrheit im Gemeinderat wenigstens dem Antrag der SPD-Fraktion zugestimmt hätte, dass die Gemeinde das Gebiet selbst überplant oder zumindest dem Wunsch entsprochen hätte, den Planer selbst zu bestimmen.

Die SPD Feucht wird weiter auf Verbesserungen des nun vorliegenden Bebauungsplans drängen, um auf dem ehemaligen Fella-Gelände ein kostengünstiges, aber im Rahmen der Möglichkeiten auch attraktives Wohnen für junge Familien zu erreichen.

Lothar Trapp