Fraktion und Vorstand der SPD Feucht trafen
sich mit Moosbacher Bürgerinnen und Bürgern zur Ortsbesichtigung
bei der geplanten PWC-Anlage an der Autobahn A6. Trotz eisiger
Temperaturen und Schneetreiben waren zahlreiche Einwohner aus
Mosbach und Feucht gekommen, um sich vor Ort zu informieren.
Späte
Information der Öffentlichkeit aus Absicht?
Inge Jabs und
Lothar Trapp berichteten über den gegenwärtigen Kenntnisstand
der Planungen und teilten mit, dass die Marktgemeinderätinnen
und -räte erst zur letzten Sitzung informiert wurden. Die
Information der Öffentlichkeit sei so spät, dass praktisch wenig
Zeit mehr für Einwendungen bestehe, da das
Planfeststellungsverfahren unmittelbar vor dem Schluss der
Einwendungsfrist stehe. Diese Tatsache stieß bei den Anwesenden
auf einhellige Kritik und Unverständnis. Die Vermutung wurde
laut, dass dies wohl Absicht gewesen sei und es wurde die Frage
gestellt, seit wann denn die Verwaltung in Feucht Kenntnis
gehabt habe, Das Verfahren laufe ja schon einige Jahre und es
habe ja bereits vor etwa zwei Jahren Voranfragen beim Markt
Feucht gegeben, ob die Versorgung mit Strom und Wasser und die
Entsorgung des Abwassers über Feuchter Einrichtungen erfolgen
könne. Warum sei dann die Bevölkerung nicht wesentlich früher
informiert worden?

Große
Besorgnis wegen der Ableitung des Abwassers nach Moosbach.
Der geplant-PWC
Platz liegt nur ca. 800 m von den ersten Häusern von Moosbach
entfernt und erheblich höher als die Ortschaft. Hieraus ergeben
sich zwangsläufig gro9e Bedenken in Bezug auf die kommende
Lärmbelästigung, besonders auch nachts. Ganz besonders große
Bedenken haben die Bewohner von Moosbach wegen der Ableitung des
Abwassers, insbesondere des Oberflächenwassers bei Starkregen.
Es sei zu befürchten, dass es in Moosbach zu Überschwemmungen
kommt. Auch die ständigen Eingriffe in den Bannwald wurden
massiv kritisiert, wieder würden mehr als fünf Hektar der Säge
zum Opfer fallen. Mit Empörung wurde beobachtet, dass die zu
fällenden Bäume bereits markiert wurden, obwohl das
Planfeststellungsverfahren noch gar nicht abgeschlossen sei.
SPD Fraktion
reicht Einwendungen ein.
Inge Jabs und
Lothar Trapp informierten die Anwesenden darüber, dass die SPD
Fraktion fristgerecht die Einwendungen einreicht. Falls – wie
vom Markt Feucht klar gewünscht – die PWC-Anlage nicht komplett
verhindert werden kann, wurde im Rahmen der Einwendungen auf
alternative Standortmöglichkeiten hingewiesen. Einige Einwohner
von Moosbach erklärten ihre Absicht, ihre Einwendungen direkt
bei der Regierung in Mittelfranken zu übergeben.
Fraktionsvorsitzende Inge Jabs sagte spontan zu, mit nach
Ansbach zu fahren.
Friedemar Heinze |