„Bei der Wahrheit bleiben“, dieser Leserbrief des
Bürgermeisters in der Ausgabe des „Boten“ vom 15. März verlangt
eine Antwort. Der Ortstermin der Feuchter SPD mit Moosbacher
Bürgerinnen und Bürger fand am 8. März 2010 statt. Die letzte
Gemeinderatssitzung vor diesem Datum war am 28. Januar. In
dieser Sitzung wurde der Gemeinderat das erste Mal vom
Planfeststellungsverfahren für die geplanten PWC-Anlage an der
A6 informiert. Also ist die Aussage der SPD bei dem Ortstermin
richtig, dass der Gemeinderat darüber erstmals vor der letzten
Sitzung unterrichtet wurde, obwohl die Absicht der
Autobahndirektion im Rathaus schon längst bekannt war, nämlich
seit 2007. Um die Bevölkerung und den Marktgemeinderat
frühzeitig und ausreichend zu informieren, bestand keine
Notwendigkeit die Unterlagen des Planfeststellungsverfahrens
abzuwarten.
Wenn vor diesem Hintergrund auch die
Moosbacher Bevölkerung die Information in der Bürgerversammlung
am 1. Februar 2010 als reichlich spät empfunden hat, ist das
mehr als verständlich. Die spätere Berichterstattung in „Boten“
und im „Reichswaldblatt“ ändert daran nichts. Es stellt sich
vielmehr die Frage, ob der Bürgermeister mit seinem Leserbrief
davon ablenken will, dass er entweder die Brisanz der geplanten
PWC-Anlage für Moosbach nicht erkannt hat oder dass er die
Information der Öffentlichkeit absichtlich so lange
zurückgehalten hat, dass kaum Zeit für Reaktionen und
Einwendungen blieb. In dieses Bild passt auch das
Abstimmungsverhalten des Bürgermeisters im Bauausschuss am 4.
März 2010. Den Beschlussvorschlag, dass die PWC-Anlage nicht im
Bannwald errichtet werden soll, lehnte er mit der rätselhaften
Begründung ab, man vergebe die Möglichkeit, Einwendungen zu
erheben, wenn man gegen die Anlage stimme.
Inge Jabs für die
SPD-Fraktion
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