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MGR kippt Supermarkt auf der ehemaligen Fella
Erfolg der Bürger gegen Bürgermeister und CSU

Noch vor einer Woche war es „nur“ ein erfolgreiches Bürgerbegehren. Jetzt ist der Supermarkt vom Tisch.

Bürgermeister, CSU, FW, FDP und UCS haben jetzt – wenn auch widerstrebend – das Votum der Bürgerinnen und Bürger Feuchts akzeptieren müssen und legten dem Marktgemeinderat neue Pläne ohne Supermarkt vor. Ein Erfolg der Feuchter Bürger gegenüber einem uneinsichtigen Investor und seiner Gefolgschaft im Marktgemeinderat.

Das Hauptziel des Bürgerbegehrens wurde damit erreicht. Es wurde zurückgezogen und damit prinzipiell der Weg frei gemacht, die Wohnbebauung auf dem ehemaligen Fella-Gelände zu ermöglichen. Der Erfolg des Bürgerbegehrens kann aber nicht darüber hinweg täuschen, dass für gutes und gesundes Wohnen noch viele Hindernisse aus dem Weg zu räumen sind.

Den Bestand und die Weiterentwicklung von TSV, Fella und Tierheim zu gewährleisten, stand auch in den Zielsetzungen des Bürgerbegehrens und ist ein wichtiges Anliegen der SPD Feucht. Ob die geplanten Maßnahmen ausreichen, darf bezweifelt werden.

Wir sehen weiterhin den Bestand und die Weiterentwicklung des Tierheims durch die heran nahende Wohnbebauung gefährdet. Andererseits ist auch das Wohnen in zu großer Nähe des Tierheims problematisch, wird doch nächtliches Hundegebell als sehr störend empfunden werden. Wir haben deshalb beantragt, die nordöstliche Ecke des ehemaligen Fella-Geländes von Wohnbebauung frei zu  halten und dort einen Spiel- und Bolzplatz für größere Kinder zu platzieren.

Ein wichtiger Kritikpunkt an der aktuellen Planung ist die zu enge und viel zu gleichförmige Bebauung des inneren Wohngebiets. Schnurgerade Straßen, lange gleichförmige Häuserreihen kennzeichnen die Planung. Die Bebauung wirkt dadurch wie in einem Lager. Aufgelockerte Bebauung, unterbrochene oder versetzte Häuserzeilen und geschwungene Straßenführung würden das Bild verbessern. Mehr Spielplätze für kleinere Kinder würden dem Anspruch junger Familien gerecht werden.

Bei gutem Willen aller Beteiligten kann dies erreicht werden. Wenn aber alle Vorschläge, ohne ihnen richtig zuzuhören, abgelehnt werden, dient dies nicht den Interessen der zukünftigen Bürgerinnen und Bürger Feuchts.

In der Vergangenheit hat sich der Investor sehr stur verhalten, starken inhaltlichen und zeitlichen Druck ausgeübt, so dass die SPD-Fraktion das Vertrauen in ihn und seinen Planer verloren hat.

Deshalb und wegen des mangelhaften Planungsergebnisses hielte es die SPD für die bessere Lösung, wenn der Markt Feucht selbst eine Planungs- und Vermarktungsgesellschaft gründen würde, die die Bebauung des ehemaligen Fella-Gelände in die Hand nehmen würde. Die anderen Mitglieder des Marktgemeinderats waren dazu leider nicht bereit. Die SPD ist überzeugt, dass dies unter Einbeziehung der Gemeindewerke und des erfolgreichen Ortsmarketing-Prozesses zu schaffen gewesen wäre. Feucht hat eine Chance vertan.

Lothar Trapp