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Wenn wir abends zum Bäcker gehen, erwarten wir, dass er um diese
Zeit noch das Brot hat, das ich immer kaufe. Und weil er damit
rechnen muss, dass noch mehr Kunden kurz vor Ladenschluss einen
bestimmten Wunsch haben, hat er also um diese Zeit die Regale noch
gefüllt. Schön für uns Kunden. Aber was macht der Bäcker nach
Ladenschluss mit den Backwaren, die übrig geblieben sind? Am
nächsten Tag kann er sie nicht mehr verkaufen.

Zum Glück gibt
es da die „Tafeln“, einen gemeinnützigen Verein, der gerne das übrig
gebliebene Backwerk abholt und es an Menschen verteilt, die mit
ihrem geringen Einkommen schlecht über die Runden kommen. In unserer
Überflussgesellschaft fallen bei der Produktion von Nahrungsmitteln
erstaunliche Mengen an, die aus technischen oder logistischen
Gründen nicht an den Endverbraucher gegeben werden. Als Spende
werden diese Lebensmittel dann der „Tafel“ übergeben. Ein
beachtlicher logistischer Aufwand ist nötig, um diese Mengen an
Hunderte von Ausgabestellen zu verteilen.

Die Feuchter
„Tafeln“ spielt hier eine wichtige Rolle bei der Einlagerung und
Verteilung der Ware an zehn Ausgabestellen im Nürnberger Land, die
ca. 4.000 Bedürftigen im Landkreis mit Lebensmitteln und anderen
Gebrauchsgütern helfen, sich und ihre Familie durchzubringen. Die
Freunde der AG 60 plus von der SPD Feucht hatten die Gelegenheit,
sich eingehend über die Arbeitsweise dieser leider notwendigen, aber
zum Glück vorhandenen Organisation zu informieren. Es ist eine
Schande für unser reiches Land, dass viele Menschen nicht von ihrer
Hände Arbeit oder ihrer Rente leben können.
Peter Liebig
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