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Wahlprogramm 2008
Was ist uns in den nächsten Jahren wichtig für Feucht

Wir werden den Bestand der Feuchter Kinderkrippe garantieren, selbst wenn die heute günstige Unterbringung in den Gebäuden der Fa. Atotech einmal wegfallen sollte – was hoffentlich nicht so schnell eintritt.

Weitere Gruppen wollen das Jugendzentrum nutzen. Wir wollen, dass das JUZ personell in die Lage versetzt wird, auch diesen Gruppen eine gute Betreuung zu bieten.

Wir sind überzeugt, dass der in Feucht arbeitende Streetworker wertvolle Arbeit leistet. Er soll eine weibliche Streetworkerin zur Unterstützung an seine Seite bekommen, um noch besser weibliche Jugendliche erreichen zu können. Die kommunale Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden und den Rummelsberger Anstalten soll in dieser Richtung gestärkt werden.

Sportliche Betätigung in Vereinen ist ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit. Wir werden unseren Antrag, die Turnhallengebühren für Kinder und Jugendgruppen abzuschaffen, wieder in den Marktgemeinderat einbringen. Für Bau und Betrieb der Kletterwand in Zusammenarbeit mit dem DAV haben wir uns stark gemacht.

Das Büchergeld in unseren Schulen ist wieder abgeschafft, eine Sozialpädagogin hat nach langem Hin und Her am Schuljahresbeginn ihre Arbeit an der Hauptschule aufgenommen. Dies können wir uns auf unsere Fahne schreiben.

Der Einsatz von Sozialpädagogen an unserer Hauptsschule muss eine Dauereinrichtung werden, die Befristung des Einsatzes muss aufgehoben werden.

Wir wollen, dass Hauptschule und Marktgemeinde wieder einen Antrag auf Errichtung einer Ganztagsklasse stellen. Wir brauchen die Ganztagsklassen für gleiche Bildungschancen für alle Kinder, unser Motto ist "Keiner darf verloren gehen!".

Es ist selbstverständlich, dass wir dafür sorgen müssen, dass unsere Kinder und Jugendlichen in sicheren Gebäuden unterrichtet werden – die aufwändige brandschutztechnische Sanierung der Grund- und Hauptschule ist unverzichtbar.

Feucht hat heute einen Bedarf von etwa 50 bis 60 Pflegeplätzen für ältere Mitbürger. Langfristig wird aufgrund der demografischen Entwicklung dieser Bedarf noch ansteigen. 

Die neue Anlage in der Altdorfer Straße stellt nur Plätze für Betreutes Wohnen zur Verfügung und kann diesen Bedarf aus mehreren Gründen nicht decken: Umfangreichere Pflegemaßnahmen sind im Betreuten Wohnen für die Mehrheit der älteren Mitbürger nicht zu finanzieren und die Betreuung von an Demenz Erkrankten ist nicht möglich. Betreutes Wohnen ist keine Alternative zu einem Pflegeheim, sondern bestenfalls eine Ergänzung. In dem Projekt in der Altdorfer Straße sehen immer mehr ein Kapitalanlageobjekt als eine wirkliche Errungenschaft für die pflegebedürftigen Mitbürger.

Wir wollen zur Unterstützung unserer älteren Mitbürger und Mitbürgerinnen einen aktiven Seniorenbeauftragten in der Marktgemeinde. Teure Umfragen ohne Konsequenzen sind ineffektiv.

Die Feuchter Gemeindewerke sollen sich noch stärker für unsere Umwelt engagieren:

·    Umweltgerechte Erzeugung von Energie über Blockheizkraftwerke, die effizient zugleich Strom und Wärme gewinnen

·    Betrieb von Solaranlagen auf kommunalen Gebäuden auch als weitere Bürgersolaranlagen

Die Belastung durch den Bahnlärm vorwiegend nachts durch Güterzüge auf der Strecke Nürnberg – Regensburg wird für sehr viele Bürger Feuchts immer höher. Die Bahnlärmsanierung, die die Deutsche Bahn AG plant, darf keine Lücken zu den Wohngebieten aufweisen. Ist eine lückenlose Bahnlärmsanierung durch die DB nicht zu erreichen, muss notfalls der Markt Feucht einspringen und sich an den zusätzlichen Kosten beteiligen.

Die Umgestaltung des Ortskerns war in unserem Wahlprogramm 2002 ein zentraler Punkt gewesen. Die SPD-Fraktion im Marktgemeinderat hat die ersten Initiativen ergriffen und engagiert an der Planung der Umgestaltung der Hauptstraße mitgearbeitet.

Im nächsten Schritt der Ortskernsanierung müssen Marktplatz und Norma-Areal mitbetrachtet werden. Es muss der Gemeinde gelingen, einen preisgünstigen Verbrauchermarkt im Ortskern zu halten. Weiterer Einzelhandel auf dem Gelände an der Altdorfer Straße wäre dann nicht mehr nötig, und das Gelände könnte nach der Bahnlärmsanierung zur Wohnbebauung genutzt werden.

Bei den Gewerbegebieten im Feuchter Ortsgebiet tat sich in den letzten Jahren sehr wenig. Neue Gewerbeansiedlungen sind rar. Dabei sind viele Feuchter Gewerbebetriebe inmitten von Wohngebieten und können sich dort kaum weiter entwickeln. Eine vorausschauende Bauleitplanung muss den Betrieben neue Perspektiven eröffnen.

Das alte Fella-Gelände soll weiterhin Gewerbegebiet bleiben, da dort gesundes Wohnen nur in einem kleinen Bereich am Waldrand möglich ist und eine dortige Wohnbebauung die mögliche Gewerbeansiedlung weiter einschränken würde.

Eine solide und transparente Finanzpolitik der Marktgemeinde ist Voraussetzung für Investitionen in unsere Zukunft.

Investitionen in Bildung und für soziale Zwecke dürfen nicht weiter in den Hintergrund gedrängt werden. Wir fordern den Vorrang oder zumindest die Gleichrangigkeit zu den Investitionen im Bau- und Infrastrukturbereich.

Die kommunalen Liegenschaften stellen ein großes Vermögen aber auch eine große Belastung für den Markt Feucht dar. Diese müssen effizient zum Nutzen der Bürger verwaltet werden. Wir wollen deshalb das so genannte Facility Management an die Gemeindewerke übertragen, auch um dabei durch vereinfachte Verfahren bei der Ausschreibung und der Auftragsvergabe Kosten sparen zu können.

Wir möchten die Gemeindebücherei am Samstag öffnen, um berufstätigen Bürgerinnen und Bürgern bessere Gelegenheit zu geben, dieses Angebot zu nutzen, und wollen damit auch die Attraktivität des Ortskerns steigern.

Mit dem Feuchtasia haben wird ein attraktives Freibad, das aber nur in den wenigen Sommermonaten genutzt werden kann. Wir befürworten eine Erweiterung um einen Saunabereich, um die Nutzungsmöglichkeiten und Nutzungszeiten ausdehnen zu können.

Die Bürgerhalle in Moosbach ist Veranstaltungsort und Treffpunkt für viele Moosbacher Vereine und die Moosbacher Bürgerinnen und Bürger.  Die Bürgerhalle muss dringend saniert werden und ein Anbau für Geräte soll die Nutzungsmöglichkeiten verbessern.

Eine Generalsanierung des Moosbacher Feuerwehrhauses muss in Angriff genommen werden. Das Freizeitangebot für die Moosbacher Jugend soll mit einem Bolzplatz ergänzt werden.

Die S-Bahnhaltestelle von Moosbach liegt am Rande des Ortsteils. Das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs soll durch ein Anruf-Sammeltaxi ergänzt werden.

So fehlen Papierkörbe in den Randbereichen und die Wirte sollen verpflichtet werden vor den Gaststätten Ascher aufzustellen. Viel zur Sauberkeit im Ort würde auch eine Reinigungskraft auf Basis einer geringfügigen Beschäftigung (400 Euro-Job) beitragen können.

Lothar Trapp