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Waldspielplatz für die Bebauung auf dem ehemaligen Fella-Gelände:
"Der Spielplatz ist am falschen Platz"

Fraktion und Vorstand der SPD Feucht erheben schwere Einwände gegen den geplanten Waldspielplatz zur vorgesehenen Wohnbebauung auf dem ehemaligen Fella-Gelände.

Auf den ersten Blick sei die Art und Gestaltung des Spielplatzes – soweit diese zurzeit überhaupt beurteilt werden kann – in Ordnung, im Detail müsste aber die weitere Planung abgewartet werden. Er soll aus einem Kinderspielplatz, einem Abenteuerspielplatz und einem Allwetterplatz bestehen. Die Einwände der SPD ließen sich auf einen einfachen Nenner bringen – Der Spielplatz ist am falschen Platz. Er soll außerhalb der Wohnbebauung im Wald hinter dem Gelände des TSV errichtet werden.

Ein Spielplatz für jüngere Kinder gehört in die Wohnbebauung integriert. Die Nähe zu den Wohnungen ist entscheidend. Nur auf diese Weise stehen die kleineren Kinder unter Beobachtung. Bei einem Wohngebiet, das gerade für junge Familien konzipiert wird ist es nicht nachvollziehbar, einen Kinderspielplatz nach außen zu verlagern.

Der optimale Platz für einen Spiel- und Bolzplatz für größere Kinder sei an der nordöstlichen Ecke des Planungsgebiets, wie dies schon in den Einwendungen zum BP "Am Reichwald" von der SPD-Fraktion deutlich gemacht wurde. Dort würde er von vor der lärmschützenden Riegelbebauung liegen und gleichzeitig den Abstand der Wohnbebauung zum Tierheim vergrößern. Einen besser geeigneten Platz gibt es nicht.

Alle drei Teile des geplanten Spielplatzes sollen im Wald erreichtet werden. Dieser Teil des Waldes sei zwar kein Bannwald, sei aber Wald, betonte Marktgemeinderat Lothar Trapp. Durch die geplanten Geländemodellierungen müssten die meisten der Kiefern wohl beseitigt werden. Dann frei stehende Kiefern wären durch Windbruch voraussichtlich so stark gefährdet, dass sie aus Sicherheitsgründen auch zu fällen seien, ist er sich gewiss. Hunderte von Bäumen müssten weg. Diese Inanspruchnahme von Wald muss ausgeglichen werden, dies kann nicht vor Ort erfolgen und wird weitere Kosten verschlingen.

Der geplante Spielplatz ist durch ein Bannwaldstück und durch die Sportanlage des TSV von der Wohnbebauung getrennt. Von „unmittelbarer Nähe“ zur Wohnbebauung kann deshalb nicht gesprochen werden. Er ist dadurch nur schwer einsehbar, insbesondere nicht von der Wohnbebauung.

Zusätzlich sind eine Zufahrtsstraße und ein Parkplatz entlang bzw. hinter dem Spielplatz geplant, dies gefährdet die Sicherheit der Kinder zusätzlich. Weder Parkplatz noch Zufahrtsstraße werden von der SPD-Fraktion befürwortet.

Die Verlagerung des Spielplatzes aus dem Wohngebiet in den Wald stellt eine sehr hohe Begünstigung des Investors dar. Mit dem Erlass der Verpflichtung, einen 2000 qm Spielfläche innerhalb des Wohngebiets zur Verfügung stellen zu müssen, können Wohngrundstücke im Wert von ca. 400.000 EUR zusätzlich vermarktet werden. Deshalb sei eine Übernahme von Restkosten Spielplatzes durch den Markt Feucht nicht einzusehen, stellt die Fraktionsvorsitzende Inge Jabs fest.

Durch die fehlende Sicht auf den Spielplatz ist eine Sozialkontrolle nicht gegeben. Beim TSV sei zu Zeiten, in denen kleinere Kinder spielen, kaum jemand auf dem Sportgelände und wenn doch, seien diese Menschen mit der Ausübung ihres Sports beschäftigt, ist Marktgemeinderätin Tanja Grasser-Bertl überzeugt. Ein Spielplatz für diese Altersgruppe muss in unmittelbarer Umgebung der Wohneinheiten sein, damit Kinder auch ohne Begleitung durch Erwachsene sich dort aufhalten können – dies würde Eltern auch entlasten, da sie ihre Kinder zeitweise auch alleine zu den Spielflächen gehen lassen könnten,

Die Straße und der Parkplatz, die zu den Tennisplätzen führen soll, ist auch für andere Erwachsene nutzbar und ermöglicht und erleichtert somit das Beobachten der spielenden Kinder durch Fremde, die Kontaktaufnahme und eine evtl. Annäherung, da das Gebiet vom Wohngebiet aus nicht eingesehen werden kann, gibt Marktgemeinderätin Gabriele Wolfram-Zimmerer zu bedenken

Die SPD-Fraktion kann insbesondere der Lage des geplanten Spielplatzes für die Wohnbebauung des ehemaligen Fella-Geländes nicht zustimmen. Einer Lage am nordöstlichen Rand des Planungsgebiets mit entsprechender Ausgestaltung, würde die SPD-Fraktion zustimmen. Weiterhin werden integrierte Spielplätze für Kleinkinder innerhalb der Wohnbebauung gefordert.

Lothar Trapp